Gemeinsam Haltung zeigen: Veranstaltungen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in München
Für viele Ehrenamtliche in München gehört der Einsatz für ein respektvolles Miteinander zum Alltag – besonders für diejenigen, die Geflüchtete begleiten, beraten oder im Alltag unterstützen. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus bieten in diesem Jahr wieder zahlreiche Veranstaltungen, die Austausch, Wissen und neue Impulse für dieses Engagement ermöglichen.
Ein besonderes politisches Datum fällt in diesem Jahr in diese Zeit: Am 8. März finden in München die Kommunalwahlen statt. Das Ergebnis dieser Wahl wird das politische und gesellschaftliche Leben in unserer Stadt in den kommenden Jahren maßgeblich prägen. Gerade zum Beginn der Internationalen Wochen gegen Rassismus ist dies ein aktueller Anlass, sich mit Fragen von Demokratie, gesellschaftlichem Zusammenhalt und Teilhabe auseinanderzusetzen.
Engagement für eine demokratische und solidarische Stadtgesellschaft
Unabhängig vom konkreten Wahlausgang setzen die Internationalen Wochen gegen Rassismus ein klares Zeichen für eine offene, demokratische und solidarische Stadtgesellschaft. Das bundesweite Motto lautet in diesem Jahr:
„100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.“
Gerade Menschen, die sich ehrenamtlich mit und für Geflüchtete engagieren, erleben im Alltag immer wieder, wie wichtig diese Haltung ist. Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Projekte tragen dazu bei, Vorurteile abzubauen und ein respektvolles Zusammenleben zu stärken.
Themenschwerpunkt 2026: Wenn rechtsextreme Narrative in die Mitte wirken
In den vergangenen Monaten wurde verstärkt darüber diskutiert, wer angeblich zur Gesellschaft „dazugehöre“ – und wer nicht. Solche Aussagen sind häufig rassistisch oder ausgrenzend. Besonders besorgniserregend ist, dass Narrative aus dem rechtsextremen Spektrum zunehmend auch von Teilen der gesellschaftlichen Mitte aufgegriffen werden.
Der Münchner Programmschwerpunkt der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus greift deshalb ein wichtiges Thema auf:
„Der Rassismus der extremen Rechten und seine Resonanz auf die Mitte der Gesellschaft.“
In Vorträgen, Workshops, Filmabenden und Diskussionsrunden wird beleuchtet:
- wie rechtsextreme Narrative funktionieren,
- warum sie gesellschaftlich anschlussfähig werden können,
- und wie Zivilgesellschaft und Ehrenamt ihnen wirksam begegnen können.
Gerade für Ehrenamtliche, die mit Geflüchteten arbeiten oder sich für Integration einsetzen möchten, bieten diese Veranstaltungen wertvolle Einblicke und konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Alltag.
Austausch, Wissen und Inspiration für Ehrenamtliche
Viele Veranstaltungen zeigen die Vielfalt der Initiativen, Vereine und Organisationen in München, die sich gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus und jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit engagieren. Sie bieten die Gelegenheit,
- andere Engagierte kennenzulernen,
- Erfahrungen auszutauschen,
- neue Projekte und Initiativen zu entdecken
- und Inspiration für das eigene Engagement zu gewinnen.
Ob Sie bereits ehrenamtlich aktiv sind oder überlegen, sich künftig für Geflüchtete zu engagieren: Die Veranstaltungen der Internationalen Wochen gegen Rassismus laden dazu ein, sich zu informieren, mitzudiskutieren und gemeinsam Haltung zu zeigen.